Rundreise zu den Höhepunkten Marokkos – Schwerpunkt Fotos



Zusammenfassung

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Marokko auf der Suche nach guten Fotomotiven. Es ging zu verschiedenen Königsstädten, zur blauen Stadt Chefchaouen im Norden Marokkos, in die Sahara-Wüste und durch das Atlasgebirge zurück nach Marrakech. Den Abschluss der Reise bildet ein zweitägiger Aufenthalt in Essaouira.

Marrakesch, Marokko
1 Tag


Von Frankfurt am Main aus ist es am einfachsten nach Marrakech zu fliegen. Vom Flughafen aus gibt es verschiedene Optionen in die Stadt zu kommen. Am billigsten ist der Fußweg, denn der Flughafen liegt sehr nah an der Stadt. Mit Gepäck macht dies jedoch keinen Spaß, daher haben wir uns für einen unkomplizierten Ankunftstransfer entschieden. Für ca. 15€ hat uns ein eigener Fahrer direkt am Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Definitiv die stressfreieste Variante. Alternativ dazu kann man auch ein Taxi nehmen, doch Vorsicht: die Fahrer verlangen oft extrem überteuerte Preise. Die Fahrt in die Innenstadt sollte nicht mehr als 100 Dirham (=10€) kosten.

Marrakech selbst hat uns nicht wirklich interessiert, sondern diente hauptsächlich als Verkehrsknotenpunkt. Man kann jedoch auch gut über den großen Platz Dneema el Fna spazieren und einen frisch gepressten Orangensaft für 4 Dirham (=40Cent) trinken oder auch eine ausgefallene Speise von einem der vielen Wagen probieren.


Weiterreise nach Casablanca, Marokko


Casablanca, Marokko
1 Tag


Am Vormittag haben wir einen Zug von Marrakech nach Casablanca genommen. Die Fahrt dauert knapp 4 Stunden und der Komfort im Zug kann mit Deutschland mithalten. Vom Bahnhof  "Casa Voyageurs" sind wir zu Fuß zu dem Apartment gelaufen  (ca. 1km) und haben unser Gepäck abgestellt. Mit einem "Petit Taxi" ging es weiter zur Hassan II Moschee, um dort den Sonnenuntergang und die blaue Stunde zu fotografieren. Stativ ist hier angeblich nicht erlaubt, aber als ich es benutzt habe, wurde ich nicht gestoppt.

Eine Besichtigung der Moschee ist nur morgens mit einer Führung möglich. Abends kann man bis zum Eingang gehen und einen Blick reinwerfen bzw. sich auf dem großen Außengelände umsehen.

Die Stadt Casablanca ist groß und hat wenig Charme. Sie ist, ähnlich wie auch Frankfurt am Main, eher durch Business geprägt. Eine Nacht hat uns hier vollkommen ausgereicht.


Weiterreise nach Chefchaouen, Tangier-Tétouan-Al Hoceima, Marokko


Chefchaouen, Tangier-Tétouan-Al Hoceima, Marokko
2 Tage


Von Casablanca ging es mit dem Zug nach Souk el Arbaa und von dort weiter mit Supratours nach Chefchaouen. ONCF und Supratours gehören zusammen, somit war der Umstieg problemlos möglich. Während im Zug die Mitnahme des Gepäcks umsonst möglicht ist, kostet im Reisebus jeder Koffer 5 Dirham Gebühr (=50Cent).

Chefchaouen ist die blaue Stadt im Norden Marokkos. Viele berühmte Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht, doch dafür ist jede Hauswand, jede Tür und jede Straße selbst so schön, dass man permanent Fotos machen muss. Alles ist blau. Die Gässchen sind klein und man kann eigentlich nur zu Fuß hier durch. Ab und zu kommen Zweiräder vorbei, aber die Medina ist Autofrei.

Abgerundet wurde unser Aufenthalt in Chefchaouen durch den Aufstieg zur spanischen Moschee. Von hier aus kann man die ganze Stadt sehen und pünktlich zum Sonnenuntergang sammeln sich etliche Touristen hier oben. Beim Abstieg im Dunklen kann eine Taschenlampe nicht schaden, denn die Beleuchtung ist dürftig.

Wir hatten 1,5 Tage Zeit für Chefchaouen. Wer es etwas entspannter mag, kann auch sicher noch einen weiteren Tag hier verbringen.


Weiterreise nach Fès, Fez-Meknès, Marokko


Fès, Fez-Meknès, Marokko
1 Tag


Von Chefchaouen ging es mit dem Bus zurück nach Souk el Arbaa und von dort mit dem Zug nach Fes. Tickets kann man übrigens nicht im Internet kaufen. Das hatte mich vor der Reise beunruhigt, aber in Marokko läuft die Planung sehr kurzfristig auch noch rund. Einfach bei der Ankunft an der Haltestelle das Ticket für die Weiterfahrt kaufen. Es gibt keine großen Touristenmassen, insofern reichen auch die Plätze im Reisebus aus.

Fes ist bekannt für Leder. Hier kann man eine Ledergerberei besichtigen und Lederprodukte aller Art kaufen.

Wir waren eine Nacht hier und sind mit dem Nachtbus weiter nach Merzouga gefahren.


Weiterreise nach Merzouga, Marokko


Merzouga, Marokko
2 Tage


Nach 10 Stunden Busfahrt von Fes, haben wir Merzouga im Morgengrauen erreicht. Unser Hotel war direkt am Rand der Sahara. Aktivitäten in Merzouga sind mau, aber es gibt ein kleines Kiosk, wo man Brot, Obst und Getränke kaufen kann.

Im Riad konnten wir spontan eine Wüstentour buchen. Nicht ganz billig, dafür aber luxuriös und bequem. Wer hier ist, sollte auf jeden Fall eine Nacht in einem Wüstencamp bleiben. Es is ein einzigartiges Erlebnis und die Sonnenauf- und untergänge der Traum aller Fotografen!


Weiterreise nach Essaouira


Essaouira
2 Tage


Von Merzouga aus haben wir einen Bus nach Marrakech genommen. 12 Stunden Fahrt, die sich ziemlich ziehen. Leider war es nicht möglich direkt bis Essaouira weiterzufahren, weshalb wir eine Übernachtung in Marrakech eingelegt haben. Nach weiteren 3 Stunden Busfahrt - also genau genommen 1,5 Tagen Anreise, erreichen wir das Meer. Hier wollen wir uns zwei Tage Strand gönnen und zur Abwechslung auch ein teures, internationales Hotel mit umfangreichem Frühstück.

Essaouira ist sehr windig. Wir konnten einige Surfer beobachten. Zum Baden ist es im November leider zu kalt.

Dafür konnten wir durch die Gassen der Medina schlendern und unsere Souvenirs einkaufen. Aufgrund der Nähe zu dem Argan-Anbaugebiet, gibt es hier sehr viele Argan-Geschäfte.


Weiterreise nach Marrakesch, Marokko


Marrakesch, Marokko
1 Tag


Theoretisch könnte man von Essaouira aus direkt zum Flughafen fahren, doch da wir vor der Reise nicht einschätzen konnten, wie zuverlässig die öffentlichen Verkehrsmittel sind, haben wir sicherheitshalber eine weitere Nacht in Marrakech eingeplant. Fazit: nicht nötig. Alle Busse sind sehr pünktlich losgefahren und hatten kaum bis keine Verspätung bei der Ankunft. Wenn man also 1-2 Stunden Puffer einplant, kann man durchaus bis zum letzten Tag in Essaouira bleiben.

Da wir nun noch einen Tag für Marrakech hatten, sind wir auch hier losspaziert. Die Orientierung fiel uns recht schwer und im Nu hatten wir uns in den Souks verlaufen. Doch den "großen Platz" kennt hier jeder und so haben uns diverse Einheimische immer mal wieder in die richtige Richtung geholfen.

Abends haben wir uns in ein Restaurant am Dneema el Fna gesetzt (Dachterrasse) und den Sonnenuntergang von der erhöhten Position fotografiert.