Kurze Radreise durch Franken (mit Kind)



Zusammenfassung

Drei Tage mit dem Rad und einem Dreizehnjährigen durch Franken.

Forchheim
1 Tag


Tag 1: Nürnberg – Erlangen – Forchheim (37 km)

Mit dem Zug von München angereist. Leider haben wir einen Bummelzug erwischt, so dass wir erst am Nachmittag in Nürnberg starten können. Die Ausfahrt aus der Stadt gelingt uns nicht so gut, da gibt es bestimmt bessere Wege. Der weitere Weg ist ein gut ausgebauter Radweg, viel befahren, so wie die Bundesstraße, an der er entlang führt. Nicht so prickelnd, was wir da ausgesucht haben. Mit etwas mehr Planung geht das bestimmt besser. Nach Erlangen erwischen wir den Main-Donau-Kanal, der optimal zum Radeln ist.

Forchheim. sehr malerisch. Kopfsteinpflaster, das sich trotzdem mit dem Rad sehr gut fahren lässt. Geniale Erfindung. Auch genial sind die Burger und die selbstgemachte Limonade, die auf dem Marktplatz serviert werden.


Weiterreise nach Haßfurt


Haßfurt
1 Tag


Tag 2: Forchheim – Bamberg – Haßfurt (61 km)

Die dreißig Kilometer bis Bamberg führen am Kanal entlang. Die Radwege sind sauber ausgeschildert und von bester Qualität. Zur Abwechslung setzen wir mal mit einer Fähre über und wieder zurück. Bestes Essen in Bamberg, das natürlich allerlei bietet und auch dementsprechend voll ist. 

 Ab Bamberg folgen wir dem Mainradweg, der ein Verfahren unmöglich macht. Direkt nach Bamberg verpassen wir eine Badestelle im Main, wollen aber auch nicht zurückfahren. Die nächste Bademöglichkeit, die wir bei dieser Affenhitze dringend brauchen, soll erst in Sand am Main sein, und leider auch nur ein mickriger Baggersee, an dem die Bagger noch aktiv sind. Aber zur Abkühlung reicht es. 

Bis Haßfurt weiter auf dem Main-Radweg. Das Hotel erwartet uns stilecht mit Raddekoration in der Fassade. Wir freuen uns darüber und über das Essen auch. 


Weiterreise nach Würzburg


Würzburg
1 Tag


Tag 3: Haßfurt – Schweinfurt  – Würzburg (74km)

Der Weg von Haßfurt nach Schweinfurt folgt wieder hübsch dem Main, der ein bisschen Kühlung in den heißen Sommertag weht. Eine gute Stunde später sind wir in Schweinfurt. Der Sohn hat Speed gemacht. Hier trennen sich unsere Wege. Sohn bleibt in Schweinfurt, Mutter fährt weiter nach Würzburg. Plan war, am Main zu bleiben. Folgt man der Beschilderung nach Würzburg, wird man allerdings weg vom Main, hinein in die fränkische Tundra geleitet. Der Radweg ist super ausgeschildert aber hinter Werneck nervt er etwas. Dörfer werden konsequent vermieden, dafür schlängelt der Weg im Zickzack durch die Felder. Die Gegend ist menschen- und leider auch gastronomie- und geschäfteleer. Meine beiden Wasserflaschen sind leer und ich habe fiesen Durst, bis ich endlich Menschen vor Häusern sehe, die ich um Wasser bitten kann. 

Nach Würzburg geht es nochmal über den Berg, steil hoch und noch steiler runter. Gute Bremsen sind angebracht. In Würzburg setze ich mich in den Zug und bin am Abend wieder daheim in München.