Die Highlights unserer Woche in Israel



Zusammenfassung

Unsere erste Reise nach Israel – das erste Mal in Tel Aviv und wir waren sofort begeistert von dieser wunderbaren Stadt. Die Weltoffenheit der Bewohner, die Leichtigkeit des Lebens am Meer und die Coolness der wohl hippsten Stadt des Nahen Ostens haben bei uns direkt ins Schwarze getroffen.

Tel Aviv-Jaffa, Israel
4 Tage


  • Die Beachfront entlang spazieren

Es gibt nur wenige Städte, die von sich behaupten können, einen eigenen Strand zu besitzen. Und dann auch noch einen Strand, der in größten Teilen von jeder Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreicht werden kann.  Gerade am Shabbat, also am Samstag, wenn es in der Stadt selbst etwas ruhiger wird, versammelt sich gefühlt die Hälfte der Tel Aviver im Sand. Die 14 Kilometer des Strandes teilen sich in verschiedene Abschnitte, die auch alle einen eigenen Namen besitzen. Bis auf „Hatzuk“ sind alle Teile kostenlos zugänglich. Als bester Schwimmabschnitt gilt der „Hilton Strand“, da Wellenbrecher den Bereich schützen. Wir haben dort auch die Surfer beobachtet, die sich bei den wenigen Wassergraden in die Wellen getraut haben. Bei uns reichte der große Zeh, um zu wissen, dass wir die Badeklamotten im Koffer behalten können.

Im Sommer ist es sicher wunderschön, in den Strandbars einen Sundowner zu trinken und sich die Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen.  An manchen Strandabschnitten darf sogar gegrillt werden. Von den langen Steinzungen aus, hast du den typischen Blick auf Tel Aviv, der das Meer und die Hochhäuser in einem Bild vereint.

  • Jaffa erkunden

Jaffa (oder Yafo) ist eine uralte Hafenstadt, deren ursprünglicher Vorort das heutige Tel Aviv ist. Bekannt ist Jaffa vor allem für seinen Hafen, der auch einen kleinen Leuchtturm beherbergt. Um ehrlich zu sein, fanden wir weder den Leuchtturm, noch den Hafen besonders beieindruckend, aber dort herumspazieren muss der Jaffa-Besucher natürlich auf jeden Fall. Dort zu finden ist auch die Statue des Wals, der Jona in der gleichnamigen Bibelgeschichte verschluckt haben soll. In den vielen Straßen Jaffas reihen sich etliche Kunstgalerien und kleine Ateliers aneinander, zwischendrin gibt es Gassen, in denen vor allem Restaurants ihre Menüs anbieten. Ein weiteres Wahrzeichen von Jaffa ist der Uhrenturm am Stadteingang. Auch die Immanuelkirche und die Moschee Muhamidiya zählen zu den Sehenswürdigkeiten.

Für uns amüsant war der permanent bestehende Flohmarkt, auf dem die Waren so ganz anders angeboten werden, als wir es von unseren Flohmärkten kennen. Wer Tetris zu seinen Lieblingsspielen zählt, ist hier genau richtig! Warum? Die Antwort wirst du auf den Bildern finden.

  • Den Ha’Carmel Market besuchen

Märkte und wir ist gleich große Liebe. Selbst wenn es meist überall das Gleiche gibt, können wir nicht widerstehen. Kein Markt wird ausgelassen. Der Ha’Carmel Market bietet von frischem Obst und Gemüse über Gewürze, Süßigkeiten, Küchenartikel, Hundespielzeug, Handtücher und den typischen Souvenirs, alles, was das Herz des Reisenden und auch das des Einheimischen begehrt. Hier kauft nämlich jedermann ein. Das Halva, das dort an zwei Ständen verkauft wird – ein Traum! Unbedingt probieren. Nicht ohne dann natürlich die liebste Sorte mit nach Hause zu nehmen.

  • Tel Avivs Street Art bewundern

Stunden können wir damit verbringen, durch Straßen, Gassen und Gässchen zu schlendern und Ausschau nach Street Art zu halten. Die Street Art in Tel Aviv hat uns oftmals fast aus den Socken gehauen. So viele Wände, die durch Straßenkünstler verschönert wurden, haben wir nur in Brooklyn gesehen. Manchmal sind es nur kleine Werke, manchmal riesengroße. Manchmal sind sie sogar plastisch, da sich Bügelperlen, Computerteile, Getontes, Gehäkeltes oder Mosaikplättchen ins Kunstwerk einfügen. Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind kunterbunt und aussagekräftig. Besonders in der Gegend um den Ha’Carmel Market und im Viertel Florentin haben wir Straßenkunst gefunden, die wir bildlich festhalten mussten, weil wir sie so faszinierend und schön fanden.

  • Durch die Weiße Stadt laufen

Die Weiße Stadt ist eine Sammlung von mehr als 4000 Gebäuden im Bauhausstil. In den 30er-Jahren bauten Architekten, die während des Nationalsozialismus aus Berlin und Dessau geflohen waren, die Weiße Stadt auf. Seit 15 Jahren gehört dieser Teil Tel Avivs sogar zum UNESCO-Welterbe. Für alle Kunstgeschichtsliebhaber finden hier täglich Führungen statt, die immer am Dizengoff-Platz beginnen.

  • Frühstücken gehen

Die Anzahl an Frühstückslokalen in Tel Aviv ist schier unzählbar. Wir lieben es ja, morgens gemütlich zu frühstücken, wenn wir uns auf einen stressfreien Tag freuen und es dann auch so richtig genießen können. Hätten wir alle Frühstücksplätze, die auf unserer Auswahlliste standen, ausprobieren wollen – wir wären wahrscheinlich noch immer nicht wieder daheim. (Was jetzt auch nicht die allerschlimmste Vorstellung wäre.) Drei Cafés, die uns besonders begeistert haben, möchten wir dir hier kurz vorstellen.

Benedict
Rothschild Blvd. 29, Tel Aviv

Das Benedict am Rothschild Blvd ist DAS Frühstückslokal in Tel Aviv. Die Menschenschlange, die sich dort bildet, ist, vor allem an Samstagen, meterlang. Hier bekommst du täglich durchgehend Frühstück. Und mit durchgehend Frühstück meinen wir tatsächlich 24/7. Die weiß gefliesten Wände und die hellen Möbel machen das Café sehr gemütlich. Für das Studieren der Speisekarte alleine brauchten wir bestimmt 15 Minuten. Auf drei Seiten sind so viele verschiedene Frühstücksangebote zu finden, dass wir uns kaum entscheiden konnten. Von den Klassikern bis hin zu Spezialfrühstücken aus aller Welt, ist alles vertreten.

Letzten Endes fiel unsere Wahl auf Bagel mit Avocado (War fast klar, oder?), Rührei, Tomaten und Gurken und die berühmten Pancakes. Bis man in den Genuss kommt, diese verspeisen zu können, ist noch ein bisschen Geduld gefragt. Dadurch, dass diese wirklich in einer Pfanne gebacken werden und gute fünf Zentimeter dick sind, dauert es ungefähr 20 Minuten, bis sie serviert werden. Das Warten lohnt sich aber sowas von! Möchtest du hier frühstücken, solltest du am Tag davor reservieren.

Bucke
Ahad Ha’Am St 91, Tel Aviv

Das Bucke ist fast zu hip, um wahr zu sein. Wohl genau darum ist es hier immer komplett voll, denn die Tel Aviver lieben alles, was hip ist. Wir haben tatsächlich nur zufällig einen freien Platz gefunden, da wir keine Reservierung hatten. Die Tage zuvor haben wir uns bereits vorgenommen, das israelische Gericht „Shakshuka“ unbedingt zu probieren. Da beim Originalrezept allerdings eine ordentliche Menge Eier enthalten ist und wir, als Vegetarier, nur ab und an Eier essen, konnten wir uns bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz zum Bestellen durchringen. Als wir auf der Speisekarte des Bucke dann „Shakshuka“ in der veganen Variante entdeckt haben, war klar, was wir ordern. „Shakshuka“ wird in Tel Aviv übrigens zu jeder Tages- und Nachtzeit gegessen. Unser zweites bestelltes Gericht war das Müsli mit frischen Früchten und Tahin. Eine sehr interessante Mischung.

Xoho
L. Gordon St 17, Tel Aviv

Das Xoho ist ein weiteres Café, das bei den Einwohnern von Tel Aviv gerade sehr angesagt ist. Da man hier nicht reservieren kann, hatten wir beim ersten Besuch dort leider auch kein Glück. Kein einziger freier Platz. Dafür fanden wir dann beim zweiten Versuch einen schönen Tisch im Wintergarten.

Das Lokal selbst lässt sich schwer beschreiben. Die Wände sind teilweise bemalt, teilweise unverputzt. An den Decken hingen Herzgirlanden und Luftballons als Überbleibsel vom Valentinstag. Auf manchen Tischen standen dekorativ aufwändige Blumengestecke, auf anderen nur Blechdöschen. Die Theke verschönern bemalte Kreidetafeln und Plastikdinos. Besonders witzig fanden wir die Toiletten – Wände beschmieren erwünscht! Dafür stehen extra Stifte bereit, damit kleine Botschaften gekritzelt werden können. Die Mischung machts! Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Die Karte ist recht übersichtlich, aber trotzdem dauerte es einen Moment, bis wir uns für ein Frühstück entschieden hatten. Egal, wofür du dich entscheidest – bestelle dir dazu das Bananenbrot. Noch nie haben wir ein so köstliches gegessen!

  • Im North Abraxas zu Abend essen

Lilienblum St 40, Tel Aviv

In dieses Lokal sind wir nur durch Zufall gekommen. Nach unserem Ausflug nach Jerusalem, wo wir uns fast 8 Stunden lang die Füße platt gelaufen haben, hatten wir Hunger. Viel Hunger. Wer uns kennt, der weiß, dass es in diesem Zustand mit uns schwierig werden kann. So sind wir aus unserem Hotel gelaufen (Lily&Bloom – übrigens sehr empfehlenswert) und haben die Türe des nächstgelegenen Restaurants geöffnet. Da waren wir dann plötzlich – die Menükarte in der Hand – im Essenshimmel.

Die Tische sind mit Packpapier ausgelegt, die Dekoration: eine Tomate und grobes Meersalz. Die Bedeutung dessen war uns nicht auf Anhieb klar, die Erleuchtung sollte aber bald kommen. Zuerst wollten wir jeweils ein Gericht bestellen, worauf uns die Bedienung aufklärte, dass die Portionen eher klein wären. Hier werden, wie gerne in Israel, viele verschiedene Gerichte bestellt und geteilt. So lautete dann unsere Bestellung wie folgt: Süßkartoffeln mit Sauerrahm, gerösteter Blumenkohl, Brotsalat und Zucchiniflammkuchen. Wir sind uns sicher, dass wir ziemlich doof aus der Wäsche geschaut haben, als unser Essen dann eintraf. Der Blumenkohl wurde uns – mit allem Drum und Dran – einfach auf den Tisch gelegt. Dazu gesellten sich drei ganze Süßkartoffeln. Lediglich der Rahm und der Salat wurden in einem Schüsselchen serviert. Auch der Flammkuchen landete einfach auf der Papiertischdecke.

Neben der außergewöhnlichen Präsentierweise hat uns am North Abraxas noch mehr gefallen. Zum Einen wird die Speisekarte täglich neu geschrieben, es gibt also nur ausgewählte, ganz frische Gerichte, zum Anderen wird darauf geachtet, dass kaum Essensabfälle entstehen. Neben den grünen Blättern des Blumenkohls, von denen uns extra noch einmal gesagt wurde, dass wir sie bedenkenlos mitessen sollen, wurden auch die Kartoffeln mit Schale und die Zucchini inklusive Stiel auf der Pizza serviert. Zudem waren die Bedienungen nett und aufmerksam wie selten. Wer jetzt keinen Hunger hat, der ist selber Schuld! Wir haben übrigens kein Foto von diesem Abend. Der Hunger war zu groß, um vor dem Essen noch Bilder zu machen. Im North Abraxas musst du unbedingt reservieren. Ohne Reservierung hast du nur mit etwas Glück die Möglichkeit, an der Bar einen freien Platz zu bekommen.


Weiterreise nach Jerusalem, Israel


Jerusalem, Israel
1 Tag


Von Tel Aviv aus haben wir mit dem Mietwagen einen Tagesausflug nach Jerusalem unternommen. Unsere Highlights in der Heiligen Stadt und die besten Plätze für ein Panoramafoto (inklusive Geheimtipp) findest du hier.

Anfahrt

Du willst mit dem Mietwagen von Tel Aviv nach Jerusalem? Kein Problem! Die Autobahnen bringen dich direkt von einem Ort zum anderen und du wirst dich schnell an den Fahrstil der Israelis gewöhnen. Grundsätzlich lautet die oberste Regel: Einfach fahren.

Für die 60 km bis nach Jerusalem benötigst du, je nach Tageszeit und Verkehr, ca. 1 – 1,5 Stunden.

Die Parksituation in Jerusalem ist, wie in allen Großstädten, nicht die einfachste. Es gibt jedoch einige Parkhäuser, von denen wir uns für das der Manila Mall entschieden haben, da es nur fünf Gehminuten vom Jaffa Gate entfernt liegt. Das Jaffa Gate ist der Hauptzugang zur Jerusalemer Altstadt.

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Jerusalem

Die Altstadt von Jerusalem ist in vier Viertel (christlich, armenisch, jüdisch, muslimisch) unterteilt, die alle ihren ganz eigenen Charme haben. Das Miteinander der drei großen Religionen auf so engem Raum funktioniert meist sehr harmonisch. Das liegt zum Einen natürlich daran, dass die streng Gläubigen sich meist innerhalb der Grenzen ihres Viertels bewegen. Zum Anderen aber sorgt die hohe Polizeipräsenz der jeweiligen Polizeitruppen für Recht und Ordnung. Als Tourist brauchst du dir grundsätzlich also keinerlei Sorgen machen. Wir haben Jerusalem als eine sehr lebhafte, aber durchwegs friedliche Stadt empfunden. Zu keiner Zeit und in keiner Situation fühlten wir uns unwohl.

  • Grabeskirche, Christliches Viertel

Die Grabeskirche ist für jeden Christen, der nach Jerusalem kommt, ein absolutes Muss. Nur schwer lässt sich der Salbungsstein Jesu zwischen den Massen an Pilgern und Besuchern erkennen, die kniend und betend Ihre Kreuze auf dem Stein reiben. Weiter im Inneren gelangst du noch zu weiteren mehr oder weniger bedeutsamen Stätten. Das Highlight jedoch ist das Heilige Grab. Um das Grab selbst zumindest für ein paar Sekunden von Nahem zu sehen, musst du dich in die sehr, sehr lange Schlange von Wartenden einreihen. (Und wir reden hier von einer sehr, sehr langen Schlange in der Nebensaison!)

  • Klagemauer, Jüdisches Viertel

Die Klagemauer – auch einfach westliche Mauer genannt – ist eine der bedeutendsten religiösen Stätten des Judentums. Überall hängen Zettel mit Wünschen und Bitten in den Felsschlitzen und der Vorplatz ist gesäumt mit Bar Mizwa Gesellschaften. Frauen und Männer werden hier allerdings durch einen Zaun strikt voneinander getrennt, so dass Mütter, Tanten und Omas nur von der Ferne mitfeiern dürfen. Das Bauwerk an sich ist nicht ganz so beeindruckend, wie wir es uns vorgestellt haben. Vielmehr sind es die Menschen, die du hier siehst, die den Ort besonders machen.

  • Tempelberg, Muslimisches/Jüdisches Viertel

Der Tempelberg oder Berg Moriah ist zugleich eines der Hauptheiligtümer des Islams und die heiligste Stätte des Judentums. Ursprünglich die Stätte des ersten Tempels, befinden sich hier oben jetzt der Felsendom und die al-Aqsa Moschee. Der gesamte Tempelberg steht heute unter muslimischer Verwaltung.  Zu den Gebetszeiten müssen deshalb sämtliche Andersgläubige den Tempelberg verlassen. Wer wie ein Tourist aussieht und trotzdem während der Gebetszeiten zum oder sogar in den Felsendom oder die Moschee möchte, muss den Koran zitieren und auf detaillierte Fragen zum islamischen Glauben antworten können.

  • Mariengrab und Garten von Gethsemane

Über eine Treppe am Fuße des Ölberges gelangt man hinab in die Katakomben des Mariengrabes. Die vielen Leuchter, die nackten Felswände und der Gesang der Betenden geben diesem Ort einen sehr mystischen Touch. Das Mariengrab ist nicht annähernd so überlaufen, wie das Jesusgrab in der Grabeskirche. Gleich gegenüber befindet sich der Eingang zum Garten von Gethsemane und der Kirche der Nationen.

  • Die Straßen von Jerusalem

Besonders in den muslimischen und christlichen Vierteln sind die Gassen und Straßen mit Verkäufern, Ständen und kleinen Läden gesäumt. Die berühmteste und vollste Marktstraße in Jerusalem ist die King-David-Straße, die am Jaffa Tor beginnt und bis zum Anfang des muslimischen Viertels führt.

Über den Dächern von Jerusalem

Die verwinkelten Gassen und Straßen der Altstadt von Jerusalem sind ein wunderbarer Ort um Fotos zu schießen. Noch besonderer ist jedoch die Aussicht über das Dächermeer bis zur goldenen Kuppel des Felsendoms. Wir haben die besten Orte für ein Panoramafoto zusammengefasst.

  • Davidszitadelle

Gleich nachdem du die Altstadt Jerusalems durch das Jaffa-Gate betrittst, stehst du an der Davidszitadelle. Im Inneren hast du die Möglichkeit, viel über die Geschichte Jerusalems zu lernen – es gibt täglich ab 11 Uhr eine kostenlose Führung, für die du dich nur registrieren musst – und einfach den Ausblick vom Dach der Zitadelle zu genießen. (Eintritt: 40 Schekel pro Person, ca. 10 Euro)

  • Turm der Erlöserkirche

Die 280 Stufen des Turms der Erlöserkiche (die Wendeltreppe ist sehr eng!) bringen dich zwar nicht zur besten Aussicht, aber der Blick zur Grabeskirche und die umliegenden Gassen ist die Anstrengung auf jeden Fall wert. (Eintritt: 15 Schekel pro Person, ca. 3,50 Euro)

  • Ölberg, Ost-Jerusalem

Den klassischen Panorama-Blick hast du allerdings vom Aussichtspunkt am Seven Arches Hotel auf dem Ölberg. Der Fußweg auf den Berg, vorbei am Mariengrab, den Friedhöfen und der Kirche der Nationen, ist zwar ein wenig anstrengend, du wirst die Mühen aber sicher nicht bereuen.

  • Österreichisches Hospiz, Muslimisches Viertel

Unser Geheimtipp ist das österreichische Hospiz nahe dem Lions Gate. Hier findest du nicht nur ein echtes Wiener Kaffeehaus, sondern darfst gegen eine geringe Gebühr auf die Dachterrasse, um die Aussicht zu genießen. Die Eingangstür zum Hospiz ist meistens verschlossen, aber an der linken Seite findest du eine Klingel. Ein kurzes Drücken genügt und die Türe wird dir geöffnet. Wir haben erst gezögert, schließlich wird es tatsächlich als Hospiz betrieben. Aber keine falsche Scheu, die Schwestern freuen sich über Besuch und du wirst sicher nicht der einzige Tourist sein. (Eintritt zur Dachterrasse: 10 Schekel pro Person, ca. 2 Euro.)

Fast acht Stunden sind wir an diesem Tag durch Jerusalem gelaufen. Ohne Pause. Selbst gegessen haben wir im Gehen. Acht Stunden, die für diese Stadt nicht genug sind. Das wissen wir. Acht Stunden, in denen wir so viele Eindrücke gesammelt haben, dass es uns fast zu viel war. Acht Stunden, die wir für immer in Erinnerung behalten werden.


Weiterreise nach `En Gedi


`En Gedi
1 Tag


  • En Gedi

Die Oase En Gedi und das umliegende Naturschutzgebiet mit seinen Schluchten ist ein beliebtes Reise- und Wanderziel für Touristen und Einheimische aus Tel Aviv und Jerusalem. Du kannst zwischen den einfachen Wegen zu den Wasserfällen im Wadi David und den schwereren Pfaden bis aufs Plateau wählen. Wir haben uns für die klassische Route zum David’s Wasserfall entschieden. Leider waren mit uns mehrere Schulklassen vor Ort, die singend, schreiend und rennend das gesamte Tal in Beschlag genommen haben. Wir konnten deshalb leider weder die Natur, noch den Wasserfall genießen und haben auch vergeblich nach einem Klippenschliefer gesucht, den wir so gerne gesehen hätten. Eine wohl ruhigere Alternative wäre das benachbarte Wadi Arugot gewesen.

  • Masada

Die ehemalige jüdische Festung Masada ist heute Teil des gleichnamigen Nationalparks. Von den Ruinen hoch oben an den Klippen hast du einen weiten Blick über das tote Meer und die karge Landschaft die es an beiden Ufern umgibt. Nach oben gelangst due entweder über den sehr anstrengenden Snake Path der mit der bequemeren und gerne mal überfüllten Gondelbahn.

  • Baden im Toten Meer

Zu einem Trip ans Tote Meer gehört natürlich das obligatorische Bad. Aufgrund des sinkenden Meeresspiegels sind aktuell leider sämtliche natürlichen Zugänge gesperrt. Die riesigen Sinklöcher gesperrt. Die einzige Möglichkeit war für uns war daher der Strand in En Bokek. Es ist anfangs ein sehr komisches Gefühl, nicht im Wasser zu versinken. Nach den empfohlenen 10 Minuten, gibt es dann noch die hautfreundliche Schlammbehandlung. Am Strand stehen Umkleidekabinen und Duschen bereit und du solltest unbedingt drauf achten, sämtliche Reste abzuduschen. Aus der Kleidung gehen die Flecken angeblich nie mehr raus.