4 Tage auf dem Donauradweg: Passau – Wien



Zusammenfassung

In dreieinhalb Tagen von Passau nach Wien auf dem Donauradweg

Linz, Österreich
1 Tag


1. Tag: Passau Linz. 96 km

In gut zwei Stunden fahren wir mit dem Zug von München in Passau. Der Donauradweg liegt direkt neben dem Bahnhof. Der Einstieg ist kein Problem. Alles toll ausgeschildert. Die Straßen sind ein Traum, sowohl von der Oberfläche als auch von der Wegführung. In diesem Stück hat der Weg ganz wenig aber stetig Gefälle. Bald wird es wildromantisch. Entland der Schlögener Schlinge, ein Naturwunder. Der Gasthof zum Heilligen Nikolaus liegt zeitlich ziemlich gut für die Mittagspause. Immer wieder nehmen wir eine Fähre, von wegen der Idylle. Die Einfahrt nach Linz auf der linken Donauseite ist leider auf zehn Kilometer kein Genuss. Vielleicht gibt es da eine Alternative?


Weiterreise nach Melk, Österreich


Melk, Österreich
1 Tag


2. Tag. Von Linz nach Melk. 110 km.

Dieser Abschnitt führt etwas mehr durch bewohntes Gebiet als der am vorigen Tag. Abwinden, Luftenberg, Mauthausen, Albern. Weiterhin gut ausgeschildert. Super Radweg. Ausreichende Infrastruktur. In der Hochsaison oder bei gutem Wetter ist hier bestimmt die Hölle los und es empfiehlt sich vielleicht, Unterkunft vorzubestellen oder sich wenigstens morgens schon mal zu kümmern. Es gibt Straßenabschnitte, die sind im Sommer für Inline-Skater verboten. Wir vermuten, weil so viele Radler unterwegs sind. 

Bei Kilometer 80 erreichen wir Ybbs und machen Pause bei einem sehr leckeren Backhendlsalat. Weiterfahren fällt ein bisschen schwer. Der restliche Weg bis Melk führt weiterhin durch Orte, aber auf ruhigen Straßen oder Radwegen. Wir erreichen Melk, als die Flusskreuzfahrtschiffe ihre Passagiere wieder einsammeln und bekommen eine Vorstellung davon, wie voll es sein kann in dieser Stadt. Hotel finden ist kein Problem, Essen auch nicht. Die sind eingerichtet auf Gäste. 


Weiterreise nach Tulln an der Donau, Österreich


Tulln an der Donau, Österreich
1 Tag


3. Tag. Melk nach Tulln. 80 Kilometer.

Der dritte Tag führt durch die berühmte Wachau. Niedliche Orte warten auf den Sommeransturm der Touristen. Der Weg ist kurzweilig und ein bisschen hügelig. Kultur zu besichtigen wäre übrigens auch möglich: Die Fundstelle der Venus von Willendorf, das Karikaturmuseum in Krems.

Nach Krems, etwa auf halbem Weg, wird es flach und ein bisschen langweilig. Das ist das sogenannte Tullnerfeld, von Wienern auch abfällig "Steppe" genannt. Es ist flach und ereignislos, lässt sich aber gut fahren. Wir kommen heute nur bis Tulln, obwohl Wien nur noch vierzig Kilometer weg ist. Es regnet einfach zu viel. 


Weiterreise nach Wien, Österreich


Wien, Österreich


4. Tag. Tulln nach Wien. 40 Kilometer

Dieser Tag ist ein Klacks. Nach einigen ereignislosen Kilometern an der breiten Donau macht sich die Nähe der Stadt bemerkbar. Feriensiedlungen, Wassersportvereine. Der Donauradweg schleicht sich quasi von hinten in die Stadt und bleibt sehr lange im Grünen entlang des Donaukanals. Unser Hotel liegt am Prater. Praktischer wäre eine Unterkunft in der Nähe des Westbahnhof gewesen, dann hätte wir uns am nächsten Morgen den Weg einmal quer durch die Stadt gespart.

Unsere Reise endet hier. Passau-Wien in dreieinhalb Tagen, Mutter aller Radwege und der Einstieg in mehr Radreisen.